Für ein angenehmes Raumklima zu sorgen heißt, das richtige Verhältnis zwischen Lüften und Heizen zu finden. Viele Menschen machen Fehler, wenn es um das richtige Verhältnis zwischen Frischluftzufuhr und Wärmezufuhr geht. Den ganzen Tag die Fenster „auf kipp“ offenstehen zu lassen, ist nicht nur falsch, sondern bietet Einbrechern bei Abwesenheit eine gute Chance, in die Wohnung zu kommen. Ist jemand Zuhause, sollten am Morgen für maximal 30 Minuten die Fenster zum Lüften ganz offen gestellt werden. Extremer Durchzug sollte vermieden werden. Nach dem Lüften sollten die Fenster ganz geschlossen werden.

Tägliches Lüften – Das komplette Auskühlen der Wohnung sollte aber verhindert werden

Energiekosten spielen in der kalten Jahreszeit eine große Rolle, deshalb sollten Sie nie die Wohnung ganz auskühlen lassen. Eine Heizung die auf kleinster Stufe oder Frostschutz steht erwärmt sich schneller, als eine Heizung, die komplett ausgeschaltet ist. Soll ein Raum schnell warm werden, kann die Heizung ganz aufgedreht und danach wieder runter gedreht werden. Beim Heizen müssen sowohl Fenster als auch die Zimmertür geschlossen werden. Bei geöffneten Fenstern und Türen gehen zu viel Heizungsluft und somit Energie verloren.

Das Heizen der Schlafräume für erholsamen Schlaf

Schlafräume sollten nur wenig geheizt werden, für das Schlafzimmer wird eine Temperatur von maximal 18°C empfohlen. Wärmere Schlafräume mindern die Schlafqualität und der Körper fühlt sich schlapp. Darüber hinaus wacht ein Mensch bei wärmeren Temperaturen öfters auf und gelangt nicht bis in die Tiefschlafphase. Jedoch sollten 10°C. Grad im Schlafzimmer nicht unterschritten werden, damit der Mensch nicht friert und so am einschlafen gehindert werden kann.

Das Wohnzimmer trotz Lüften warmhalten

Anders sieht es bei Wohnräumen aus, hier sollte in der Nutzungszeit eine Raumtemperatur von 25°C bestehen. Diese Temperatur sollte jedoch nicht überschritten werden, da zu warme Räume müde machen und Sie geneigt sind, vor dem Fernseher einzuschlafen. Darüber hinaus macht Heizungsluft das Raumklima zu trocken. Wurden früher mit Wasser befüllte Gefäße an die Heizungen gehängt, um den Raum zu befeuchten, gibt es heute Diffuser. Diffuser können zusätzlich mit Duftölen befüllt werden, so kann sich ein angenehmer Duft im Raum verteilen.

Das Heizen in der Küche

Küchen müssen weniger beheizt werden, da hier die Wärme des Kochens und die Wärmeabgabe der elektrischen Geräte zu der Raumtemperatur beitragen. Wird in der Küche nur gekocht, reichen 20°C Raumtemperatur aus. Dient die Küche als Aufenthaltsraum, sollen schon 25°C erreicht werden. Das Lüften wird idealerweise durch Stoßlüften geregelt, damit frische Luft die beim Kochen entstehenden Gerüche komplett entfernt.

Feuchte Räume richtig beheizen

Bade- sowie Duschwasser haben zumeist eine Temperatur von 30-36°C, deshalb sollte die Heizung im Bad während der Nutzung höher aufgedreht werden. Direkt nach dem Baden oder Duschen muss die Heizung komplett herunter gedreht werden und das Fenster zum Lüften ganz aufgestellt werden, damit die Restfeuchtigkeit keine Schimmelflecken bildet. Auch wenn man sich nach der heißen Dusche eine warme Umgebung beibehalten möchte ist Lüften unumgänglich.

Und wie sieht es im Winter und Sommer aus?

Im Winter wird wesentlich mehr geheizt als im Sommer. Was das Lüften angeht, ist es nicht komplett umgekehrt. Gerade an heißen Sommertagen sollte früh morgens gelüftet werden, da dann die Luft von draußen noch nicht aufgeheizt ist. Danach wäre es am besten, wenn die Fenster geschlossen bleiben und Rollläden heruntergelassen, denn dass hält die Wärme draußen und die Räume wirken kühler.